Branchenbuch

Branchenbuch - Definition, Erklärung

Branchenbuch - Definition, ErklärungAuf der Suche nach einem Facharzt, Handwerker, Frisör oder einem guten Restaurant gab es in den Zeiten ohne Internet neben Tipps von Bekannten nur eine Anlaufstelle, bei der man fündig wurde: Branchenbücher. Viele erinnern sich vielleicht noch an die dicken Wälzer mit den gelben Seiten, in denen alle Dienstleister fein säuberlich und alphabetisch aufgelistet waren. Mittlerweile hat jedoch fast niemand mehr die großen Bücher zu Hause liegen. Völlig ausgestorben sind sie aber noch längst nicht. Sie haben sich lediglich einer Verjüngungskur unterzogen. Denn jetzt sind Branchenbücher als Onlineversion im Internet zu Hause. Dort stehen die gewünschten Informationen schnell und unkompliziert mit ein paar Klicks zur Verfügung. Zudem profitieren Nutzer auf diesen Webseiten von vielen zusätzlichen Service-Funktionen. So können Unternehmen Ihren Kunden noch weitere Leistungen anbieten, die es so vor ein paar Jahren noch nicht gab. Gleichzeitig haben sich Branchenbücher wie von DasTelefonbuch in kleine Suchmaschinen verwandelt, die für Firmen als Werbeplattform nach wie vor unverzichtbar sind.

Was ist neu?

Im Gegensatz zu ihren Vorgängern aus Papier punkten Online-Branchenbücher mit zahlreichen Servicefunktionen, die Nutzern zusätzlichen Mehrwert bieten und bei der Entscheidung für oder gegen einen Anbieter entscheidend sein können:

  • Terminbuchungsservice 24/7
  • Direkter Link zur Webseite des Dienstleisters
  • Gezielte regionale oder überregionale Suche
  • Reservierungen (z. B. in Hotels oder Restaurants) sind direkt auf der Branchenbuchseite möglich
  • Praktische Kartenfunktion, welche die genaue Adresse anzeigt oder wahlweise die Route berechnet

Zudem haben Kunden die Möglichkeit, Einträge zu bewerten. So ist mittlerweile eine noch gezieltere Suche anhand der eigenen Bedürfnisse möglich.

So kommt ein Eintrag in das Branchenbuch

Potenzielle Kunden, die bereits auf Branchenseiten unterwegs sind, müssen nicht erst zur Suche animiert werden. Sie sind schon mitten dabei. Um dennoch aus der Masse herauszustechen, kommt es für Dienstleister und Unternehmen in Sachen Branding auf die optimale Selbstdarstellung an. Schließlich werden pro Suchanfrage mehrere Treffer auf der Webseite angezeigt. Um dort zu erscheinen, müssen Firmen ihren eigenen Beitrag einstellen. Doch keine Sorge, das geht ganz einfach. Zunächst wird ein Konto angelegt. Dort tragen Firmen alle Wichtigen Informationen und Daten ein. Dabei nicht fehlen dürfen:

  • Firmenname
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Ggf. Faxnummer
  • Öffnungszeiten
  • E-Mail-Adresse
  • Weiterleitender Link zur Homepage

Vor allem die Webseitenadresse darf nicht fehlen. Durch sie haben Nutzer die Möglichkeit, sich schnell noch weitere Informationen zu holen und sich intensiv mit dem Leistungs- oder Produktangebot auseinanderzusetzen. Das bringt im Bestfall den Zuschlag. Bei vielen Anbietern können im Profil zusätzlich noch Fotos hochgeladen werden. All das wird in der Regel von kostenlosen Standardeinträgen abgedeckt. So sind Branchebucheinträge selbst für kleine Betriebe oder Freiberufler eine erschwingliche und effektive Werbeplattform. Daneben gibt es aber auch Premiumeinträge, die gegen eine Gebühr optisch hervorgehoben angezeigt werden. Doch egal für welche Eintragsart sich Betriebe entscheiden – es ist jederzeit möglich, Einträge zu aktualisieren. So werden Kunden beispielsweise rechtzeitig über Adressänderungen informiert und sind immer auf dem neuesten Stand. Das strahlt Seriosität und Zuverlässigkeit aus.

Wie finden Kunden, wonach Sie suchen?

Regionales Marketing im UnternehmerlexikonWie schon erwähnt, funktionieren Online-Branchenbücher selbst wie kleine Suchmaschinen. Schließlich sind die Einträge für Google und Co. eine wahre Fundgrube mit Blick auf wichtige Informationen und Daten über Firmen oder Leistungsanbieter. Der Brancheneintrag an sich ist z. B. für Google der Beweis für die Existenz eines Betriebs. Adressangaben spielen im Zuge des local SEO (Search Engine Optimization) eine wichtige Rolle. Schließlich verfolgt Google grundsätzlich das Ziel, Nutzern die für sie relevantesten Suchergebnisse zu liefern. Ein wichtiger Faktor ist hier speziell die geografische Nähe zum potenziellen Kunden. Daher werden Internetnutzern je nach Wohnort in der Regel unterschiedliche Ergebnisse angezeigt. Das macht Branchenbucheinträge auf der anderen Seite sowohl für Webseitenbetreiber als auch für SEO-Berater zu einer wichtigen Baustelle. Schließlich können gute Rankings bei den Suchmaschinenergebnissen nur eingefahren werden, wenn sich Unternehmensangaben nicht widersprechen. Daher ist es wichtig, Einträge regelmäßig zu kontrollieren und zu aktualisieren. Zudem ist in diesem Zusammenhang auf die Einheitlichkeit der Local Citations zu achten (siehe Beitrag zu Regionales Marketing).

Es kommt auf die Details an

Doch nicht nur Google nimmt ein Ranking bei den Suchergebnissen vor. Auch die Branchenbücher selbst arbeiten nach einem ähnlichen System. Denn Info-Texte und Schlagworte in den Einträgen sind nicht nur da, um Interessenten einen Mehrwert zu bieten. Auch die Branchenbücher selbst vorfolgen intensiv das Ziel, dass die Suchanfrage mit dem gewünschten Ergebnis der Nutzer übereinstimmt. Daher sollten Firmen und Dienstleister großen Wert auf die richtige Verschlagwortung ihres Branchenbucheintrags legen. Nur so lässt sich die Aufmerksamkeit des Zielpublikums zielführend und treffend gewinnen.

Ein Werkzeug, das noch längst nicht ausgedient hat

Im Zuge einer ausgereiften Werbestrategie sind Brancheneinträge heutzutage immer noch ein wichtiges Instrument in Sachen Kundengewinnung. Zudem eröffnet das Spielfeld des Internets ganz neue Möglichkeiten, um Suchanfragen des potenziellen Zielpublikums noch exakter zu befriedigen. Wichtig ist hier jedoch, dass Unternehmen und Anbieter ihre eingepflegten Daten regelmäßig prüfen und aktualisieren. Sonst werden gute Rankings schnell verschenkt. Im Großen und Ganzen bieten Online-Branchenbücher Kunden aber einen noch umfassenderen Service an als es ihre gedruckten Vorgänger aus Papier konnten.

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