Generationenwechsel

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Generationenwechsel im Unternehmen

Der demografische Wandel zwingt auch die Unternehmerbranche zu einem Generationenwechsel. Dabei stellt die Übergabe eines Betriebs für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Mehr als jeder Dritte Unternehmer hängt stark am eigenen Unternehmen und hat große Schwierigkeiten eine Firma endgültig loszulassen.
Die Nachfolge eines Unternehmens muss gut vorbereitet werden. Denn für die meisten Unternehmer ist ihr Betrieb ein Lebenswerk, welches ausschließlich in gute Hände abzugeben ist. Die Voraussetzung für den Generationswechsel können dabei von Unternehmen zu Unternehmen nicht unterschiedlicher sein. So gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten für die Übergabe eines Betriebs an einen Nachfolger. Immer häufiger werden dabei Unternehmensübergaben verschoben, da die Firmennachfolge nicht einwandfrei geklärt ist.

Hier gibt es alle Informationen und Details, die bei einem Generationenwechsel in einem Unternehmen von großer Bedeutung sind. Eine sorgfältige Vorbereitung bei einer Nachfolge in einem Unternehmen stellt die Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Übergang dar.

Generationenwechsel im Unternehmen - Tipps und Informationen

Generationenwechsel: Definition

Unter dem Begriff Generationenwechsel versteht man die Übergabe der Unternehmensführung in jüngere Hände. Hierbei sind es größtenteils die eigenen Kinder oder andere enge Familienangehörige, die ein Unternehmen weiterführen. In den meisten Fällen wird die Entscheidung für die Firmennachfolge bewusst getroffen. Nur selten gibt es durch krankheitsbedingte Gründe eine sofortige Pflicht zur Unternehmensübergabe. Auch eine Unternehmensberatung zur Nachfolge wird häufig in Anspruch genommen, damit das Unternehmen einen passenden Nachfolger erhält.

Gründe für den Generationenwechsel

Grundsätzlich haben Unternehmer zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder das eigene Unternehmen verkaufen oder einen Nachfolger bestimmen. Dabei ist es vielen Unternehmen ein großer Wunsch, dass ihr Lebenswerk auch nach dem Austritt aus der Unternehmensführung weiter fortbesteht. In den meisten Fällen ist das Alter eines Unternehmers der Grund für dessen Rücktritt. Aber auch eine private Veränderung, sowie ein Ausstieg aus dem Unternehmertum sind angeführte Gründe für einen Generationenwechsel.

Nachfolge in Familienunternehmen

In einem Familienunternehmen gibt es grundsätzlich einen Interessenkonflikt. Denn hier stoßen die emotionale Beziehung unter den Familienmitgliedern auf die finanziellen Interessen eines Unternehmens. Während es in der Familie darum geht die engen zwischenmenschlichen Beziehungen fürsorglich zu behandeln, um den familiären Zusammenhalt nicht zu gefährden, spielt sich im Unternehmen alles um wirtschaftliche Erfolge und die Sicherung der unternehmerischen Zukunft.

Dieses Geflecht aus Familie und Wirtschaftsinteressen kann einerseits förderlich für ein Unternehmen sein, andererseits auch einen großen Nachteil darstellen. Die Nachfolge in einem Familienunternehmen wird zum Großteil aus Familienmitgliedern bestimmt. Auf diese Weise lassen sich für das Unternehmen vor allem langfristige und stabile Entscheidungen treffen, so dass Familienunternehmen häufig deutlich widerstandsfähiger sind, als Kapitalgesellschaften.

Der Generationenwechsel in einem Familienunternehmen muss gut vorbereitet werden und stellt einen Betrieb zunächst vor eine harte Probe. Denn sowohl Kunden, als auch Mitarbeiter sowie Geschäftspartner sind noch völlig im Ungewissen, wie ein Unternehmen nach der Übernahme weitergeführt wird. Das Fachwissen und die Qualifikation des Nachfolgers entscheidet hier über die weitere Entwicklung in einem Unternehmen. Ebenso müssen sich Nachfolger in einem Familienunternehmen zunächst ihre eigene Reputation nach innen und außen aufbauen.

Nachfolge in Familienunternehmen - Den Staffelstab weitergeben
Nachfolge in Familienunternehmen – Den Staffelstab weitergeben

Großer Druck auf den Familienkreis

In einem Familienunternehmen wird Familienangehörigen zwar die berufliche und finanzielle Existenz gesichert, jedoch auch ein hoher Druck aufgebaut. So akzeptieren es viele Kinder von Unternehmern stillschweigend, dass sie eines Tages den Betrieb übernehmen werden. Somit entsteht ein großer Druck auf die Familie. Nicht immer stimmen dabei die beruflichen sowie persönlichen Voraussetzungen, die zur Führung eines Familienunternehmens benötigt werden. Der Erwartungsdruck bei Kindern eines Unternehmers in diese Rolle hineinzuwachsen ist gigantisch. Nicht selten fühlen sich Nachfolger bei einem Generationenwechsel in die Rolle gedrängt. Für Familienunternehmen ist es demnach nicht immer die beste Wahl unbedingt einen Nachfolger aus dem eigenen Familienkreis zu bestimmen.

Generationenwechsel treibt Digitalisierung voran

Mit einem Generationenwechsel in einem Unternehmen kommt es häufig auch zu radikalen Veränderungen, die mit den eigentlich gesteckten Zielen kollidieren können. Viele junge Unternehmer möchten bei einem Generationenwechsel in einem Unternehmen sich selbst verwirklichen und dem Unternehmen eine eigene Note verleihen. Für viele Unternehmen stellt der Generationenwechsel ebenso eine große Chance dar. So sind junge Unternehmer viel eher bereit in die digitale Entwicklung des eigenen Unternehmens zu investieren, während Alt-Inhaber eher einen konservativen Kurs gefahren haben. Die Digitalisierung in Unternehmen kann durch einen Generationenwechsel einen großen Anschub erhalten, so dass viele Betriebe nach der Übernahme deutlich moderner aufgestellt sind. Ein Generationenwechsel in einem Unternehmen kann demnach auch eine große Chance für Betriebe darstellen.

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