Digitale Weiterbildung

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Lexikonartikel, Digitale WeiterbildungDer Ausdruck „Digitale Weiterbildung“ beschreibt die Qualifikation von Mitarbeitern mittels digitaler Methoden, beispielsweise E-Learning und Webinaren. In der Industrie ist die digitale Weiterbildung insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels von großer Bedeutung. Die Unternehmen qualifizieren die Angestellten mit einer hohen Effektivität weiter, sparen Zeit ein und steuern das Lernen gezielt.

Inhalte der digitalen Weiterbildung

Die Inhalte der digitalen Weiterbildung leiten sich aus den veränderten Anforderungen der Praxis ab. Fachkräfte werden unter anderem aufgrund agiler Prozessstrukturen, neuer Assistenzsysteme und der zunehmenden Automatisierung benötigt. Produktionsplaner setzen sich mit der Nutzung von Simulationen auseinander und Werksmitarbeiter lernen die Möglichkeiten der IT kennen. Der Umgang mit Neuanschaffungen im Bereich Produktion und Fertigung ist ebenfalls ein wichtiges Thema für die Fortbildungen. Weiterbildung dienen beispielsweise dem Erlernen des Umgangs mit neu angeschafften Maschinen, wie Abkantmaschinen von Jorns. Die Mitarbeiter lernen die Bedienung zunächst mittels Simulationen kennen oder erwerben Wissen bezüglich Sicherheitsvorschriften bei der Bedienung.

Verbreitung digitalen Lernens in der beruflichen Weiterbildung

Termin, Online-Seminar und Weiterbildung in der IndustrieLaut einer Statistik aus dem Jahr 2018 nutzen 32 Prozent der Unternehmen bereits Angebote des E-Learnings zur Qualifikation ihrer Mitarbeiter. 16 Prozent der Befragten geben an, entsprechende Vorhaben befänden sich aktuell in der Planung. 23 Prozent der Unternehmen diskutieren über die Einführung von E-Learning, haben jedoch noch keine konkreten Pläne zur Implementierung erstellt. 24 Prozent der Befragten haben nicht vor, digitales Lernen im Betrieb einzuführen. Diese Studie zeigt, dass E-Learning im beruflichen Kontext bereits weit verbreitet ist und in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für diese moderne Form der Weiterbildung.

Der Zusammenhang zwischen digitaler Weiterbildung und Industrie 4.0

Industrie 4.0 bezeichnet die umfassende Digitalisierung der industriellen Produktion. Für diese anstehenden Prozesse werden Fachkräfte benötigt. Zugleich beklagt die Industrie den zunehmenden Fachkräftemangel. Die Anforderungen am Arbeitsplatz steigen, die Anzahl junger Nachwuchskräfte sinkt. Das Personalmanagement versucht, auf dem Arbeitsmarkt geeignete Fachkräfte zu finden (= externe Rekrutierung). Eine Alternative ist die interne Rekrutierung, die Suche nach Arbeitskräften im eigenen Unternehmen. Hierzu werden vorhandene Mitarbeiter bezüglich neuer Arbeitsaufgaben qualifiziert, was einer Weiterbildung entspricht. In vielen Fällen stellt die digitale Weiterbildung eine effektive Variante dar. Unternehmen müssen darauf achten, ob durch die Fortbildung ein Qualifikationsnachweis beziehungsweise ein Zertifikat erlangt wird. Bei der Planung der Weiterbildung setzen sich die Unternehmen mit der Frage auseinander, ob der Kompetenzerwerb ausreichend ist oder ob ein Zertifikat erlangt werden soll. Die Auswahl der Weiterbildung erfolgt unter diesen Voraussetzungen.

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