Erneuerbare Energien

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Erneuerbare Energien - hier: SolarstromSeit der Klimawandel zu den meist diskutierten Themen auf unserer Welt gehört, ist auch der Begriff erneuerbare Energien in aller Munde. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wiesen Wissenschaftler darauf hin, dass der menschliche Einfluss eine Rolle für das herrschende Klima spielt. Zunächst sah man die globale Erwärmung noch als positiv an. Nach und nach wurden die negativen Folgen und Auswirkungen entdeckt.

Ausstoß von Treibhausgasen in vielen Bereichen

Hauptverursacher ist der Mensch, der für einen hohen Treibhausgasausstoß auf unserer Erde sorgt. Die Industrialisierung gilt als ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte. Für unsere Umwelt jedoch scheint sie zum Desaster zu werden. Verantwortlich dafür sind vor allem:

  • Energiesektor: Fast die Hälfte aller CO2-Emissionen stammt aus der Energiewirtschaft.
  • Verkehr: Etwa 20 Prozent des CO2 resultiert aus unserer Mobilität.
  • Waldrodungen: Durch Abholzen und Brandrodung der Wälder entsteht rund ein Fünftel der globalen Treibhausgasemissionen.
  • industrialisierte Landwirtschaft: Drei hochwirksame Treibhausgase stammen aus diesem Bereich: Kohlendioxid, Methan und Lachgas.

Klimaschutz durch erneuerbare Energien

Falls die Emissionen nicht deutlich verringert werden, halten UN-Klimaforscher einen fatalen Temperaturanstieg um bis zu 6,4 Grad Celsius für möglich. Ein Kippen des Klimasystems könnte schon in rund zehn Jahren erreicht sein. Um dies zu verhindern, ist jeder einzelne, von Privatpersonen über Klein- und Großunternehmer bis zu den Politikern gefragt. Besonders wird auf erneuerbare Energien zur Vermeidung von Treibhausgasen gesetzt. Sowohl bei der Stromerzeugung als auch im Wärme- und Verkehrssektor tragen sie zum Klimaschutz bei.

Welche erneuerbaren Energien gibt es?

Es gibt zahlreiche Elemente, die unter diesen Begriff fallen und Ressourcen wie Braun- sowie Steinkohle, Mineralöl und Kernenergie ersetzen können. Zu den erneuerbaren Energien, die bis zum Jahr 2025 unsere heutigen Quellen ersetzen sollen, zählen

  • Sonne,
  • Wind,
  • Wasser,
  • Biomasse und
  • Geothermie.

Von großer Bedeutung: die Solarenergie

Der Anteil an Solarenergie lag im Jahr 2017 in Deutschland bereits bei 6,6 Prozent der Bruttostromerzeugung. Durch ihren Einsatz konnten etwa 27 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden. Die Nutzung von Solarenergie ist eine der interessantesten Varianten für die Energiewende. Denn sowohl Unternehmer als auch Privatleute können beispielsweise Photovoltaikanlagen problemlos installieren und nutzen. Nahezu jeder hat die Möglichkeit, zum Produzenten von Ökostrom zu werden. Dieser lässt sich unter anderem für das eigene Haus, Elektrofahrzeuge und Firmengebäude nutzen.

Vor allem für Unternehmen ist es leicht, Photovoltaik in großem Umfang einzusetzen. Sie verfügen oftmals über ausgedehnte Flächen auf dem Dach und in den Außenbereichen, die Platz für die Installation – auch in großer Anzahl – von Solarmodulen bieten. Zwar sinkt die staatliche Vergütung für die Einspeisung von selbst erzeugtem Solarstrom ins öffentliche Netz, jedoch lohnt er sich für den Eigenbedarf in jedem Fall. Laut dem Fraunhofer-Institut ISE kann eine neue Photovoltaikanlage auch heute noch Rendite bringen. Dafür sorgen zum Beispiel die stark gesunkenen Preise für Solareinrichtungen. Grundsätzlich gilt: Je größer die Differenz zwischen den Bezugs- und Stromentstehungskosten ist, desto lohnenswerter stellt sich der Eigenverbrauch dar.

Wartungsbedarf von Photovoltaikanlagen

Im Allgemeinen wird immer wieder betont, dass der Wartungsbedarf relativ niedrig ist. Ganz ohne geht es jedoch nicht. Eine Photovoltaikanlage beinhaltet neben Solarmodulen ein Montagesystem, Verkabelungen, Anschlüsse und ggfs. eine Batterie. Sämtliche Energiegewinnungs-, -umwandlungs- und Verteilungskompenenten sind ständig Wind und Wetter ausgesetzt. Sie sollten deshalb regelmäßig überprüft werden, insbesondere auf

  • Unversehrtheit und Dichtigkeit der Module sowie Kabelverbindungen,
  • Verschmutzungen,
  • Befestigungsverspannungen und
  • Bildung von Hotspots.

Umweltfreundliche Lösung: Öko- statt Erdgas

Nicht kurzfristig, sondern nachhaltig durch Umweltschutz und ZertifikateEs gibt mittlerweile zahlreiche Unternehmen, die den Nachhaltigkeitsaspekt fest im Auge haben. Es geht um einen respektvollen Umfang mit unseren Ressourcen, fairen Handel und soziale Verantwortung. Auf dem Programm stehen eine klimaverträgliche Energiegewinnung sowie die Einsparung und effiziente Nutzung der Energien.

Ein häufiger Energieträger für die Wärmeerzeugung ist Erdgas. Es verbrennt sauberer als andere fossile Stoffe, allerdings wird bei der Gewinnung eine große Menge Methan freigesetzt, die sich negativ auf unser Klima auswirkt. Ersetzen Unternehmer und Privatpersonen Erd- durch Ökogas, leisten sie einen sinnvollen Beitrag zum Umweltschutz. Ihr Energieverbrauch stammt somit aus erneuerbaren Ressourcen. Gleichzeitig werden bedeutende Lebensräume und Ökosysteme geschont. In der Regel wird das Gas aus Bioabfällen gewonnen. Bei der Erzeugung entstehen nur wenige Emissionen. Besonders wertvoll ist Biogas, weil es

  • sich gut speichern lässt,
  • Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen kann und
  • der Sektorenkopplung dient,
  • sich in der Wärmeversorgung ohne große technische Investitionen einsetzen lässt.

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