Branding

Branding, Definition und ErklärungUnter Branding versteht man im Business-Bereich den Aufbau einer unverwechselbaren Marke, um sich gegenüber Mitbewerbern im Markt abzuheben. Aus der grauen Masse der Mitbewerber herauszustechen ist für den Erfolg des eigenen Geschäfts mindestens genauso wichtig wie die Qualität der eigentlichen Leistung oder die Preisgestaltung. Nicht umsonst ist die Marketingabteilung jedes erfolgreichen Unternehmens so sehr darum bemüht, die eigene Marke bekannt zu machen und positiv zu konnotieren. Doch auch im Tagesgeschäft können Unternehmer einiges dafür tun, die Wahrnehmung der eigenen Marke nachhaltig zu stärken – und das sollten sie auch.

Branding, Corporate Design und Image

Die grundlegende Maßnahme für ein erfolgreiches Branding ist die professionelle Erstellung eines ansprechenden Corporate Designs. Vor allem Kleinunternehmer und kapitalschwache Gründer tun sich oft schwer damit, hier klug zu investieren. Doch die Wahrnehmung auf dem Markt erfolgt in erster Linie durch Image und die unterbewussten Verknüpfungen, die der potentielle Kunde mit Design, Farbwahl oder auch schon dem Unternehmensnamen vornimmt, sind im Nachgang nur schwer wieder zu eliminieren. Egal wie toll das eigentliche Sortiment auch sein mag – ein Anbieter vegetarischer Lebensmittel, das den Gründernamen Fleischer trägt und ein rotes Logo hat, wird es beim Zielpublikum schwer haben. Investitionskosten, die zur Erstellung eines professionellen Corporate Designs beitragen, zahlen sich in der Regel doppelt und dreifach wieder aus.

Das eigene Image konsequent durchziehen

Branding meint nicht nur ein Logo oder die Gestaltung von Werbemitteln, sondern auch eine interne Philosophie, die das eigene Image nach außen trägt. Ein Fehler, den viele Unternehmer machen, ist Inkonsequenz in der Kommunikation des eigenen Images. Umso wankelmütiger man ist, umso weniger glaubhaft wirkt das eigene Image. Vor allem bei spezialisierten Unternehmen, die eine bestimmte Nische bedienen und sich exakt positioniert haben, kann sich Inkonsequenz verheerend auswirken. Wenn beispielsweise besagtes Vegetarier-Unternehmen nur ein einziges Mal auch Fleisch liefert, weil ein gut zahlender Kunde darauf besteht, kann das fatale Folgen für die Wahrnehmung dieses Anbieters in der Zielgruppe haben. Der üppig dotierte Auftrag könnte also im Nachgang richtig teuer werden. Auch und vor allem kleinere Unternehmen, die sich in der Außendarstellung keine Fehler erlauben können, sollten sich bei so etwas Entscheidendem wie Positionierung und Image gut beraten lassen.

Kleinigkeiten, die im Gedächtnis bleiben

Das Branding sollte sich durch alle Marketing-Bereiche ziehen. Dazu gehören Basics wie der passende Unternehmens-Farbcode auf jedem einzelnen Artikel, aber auch Details, auf die man vielleicht nicht sofort achtet. Der Kunde als Konsument ist heutzutage überaus aufmerksam und nimmt viele Kleinigkeiten wahr. Das hat Vorteile, aber birgt auch Gefahren. Nehmen wir beispielsweise an, unser Vegetarier-Unternehmen schreibt sich passend zum Image auch Umweltschutz auf die Fahnen, produziert CO₂-neutral und liefert mit einem klimafreundlichen Versand-Dienstleister. So weit, so gut. Doch all das ist in der Wahrnehmung des Kunden nichts mehr wert, wenn das Produkt in kiloweise Plastik verpackt ist. Die an sich gut gemeinte Umweltfreundlichkeit wird dann als verlogen und inkonsequent wahrgenommen.

Der Vorteil der Kundensensibilität besteht jedoch darin, dass er empfänglich ist für ein konkretes Markenbewusstsein. Ziel muss es daher sein, jedes positive Kundenerlebnis mit einem eindeutigen Identifizierungs-Signal der eigenen Marke zu verknüpfen. Gerade deswegen sind Logos oder Slogans so wichtig und müssen ständig kommuniziert werden – sei es mit eigenen Briefbögen, individualisierten Stempeln für das Unternehmen oder schick designten Give-Aways, die der Ware beigelegt wer0den. Umso häufiger und umso eindeutiger die Kundschaft das eigene Unternehmen erkennt und wahrnimmt, umso länger bleibt man im Gedächtnis, erhält Folgeaufträge oder wird weiterempfohlen.

In der Außendarstellung zählt alles

Seinen Betrieb mit einem Branding zu individualisieren ist kein selbstdarstellerischer Luxus, sondern notwendiger Bestandteil jedes Business. Der Erfolg fast jeden Unternehmens steigt und fällt mit der Reichweite und dem Wohlwollen der öffentlichen Wahrnehmung – und sei es nur in einer sehr begrenzten Zielgruppe. Um ein möglichst gutes Image zu erlangen, müssen das Design stimmen, die Prozesse zueinander passen und die strategischen Entscheidungen richtig sein. Doch vor allem müssen alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Jeder muss dafür sensibilisiert werden, dass er das Unternehmensimage nach außen transportiert. Man stelle sich vor, der firmeneigene Fahrer unseres Vegetarier-Unternehmens beißt während des Auslieferns im Angesicht des Fahrers beherzt in ein Mettbrötchen...


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