Operatives Geschäft

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operatives_geschaeftAls operatives Geschäft bezeichnet man laufende Geschäftsaktivitäten eines Unternehmens, die im direkten Zusammenhang mit Betriebszwecken stehen.

Das operative Geschäft ist in der Regel deckungsgleich mit dem Kerngeschäft des Unternehmens. Nebengeschäfte gehören nicht zum operativen Geschäft.

Die konsequente Trennung von operativem Geschäft und den Nebengeschäften spiegelt sich auch im Rechnungswesen des Unternehmens wieder. So werden Geschäftsvorfälle entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Betriebsergebnis oder zum außerordentlichen Ergebnis gerechnet.

Das Betriebsergebnis beinhaltet alle aus ordentlichen, also alle aus operativen Geschäftstätigkeiten stammenden Vorgänge.

Operativ, taktisch, strategisch

In einigen Definitionen wird das operative Geschäft im Unterschied zum taktischen und strategischen Handeln bestimmt.

Zum operativen Geschäft gehört das Handeln und Denken im aktuellen Geschäftsalltag – die kurzfristig und ablauforientierte Planung, das sogenannte Tagesgeschäft. Das operative Geschäft besteht aus sehr detaillierten Zielvorgaben und betrifft beispielsweise einzelne Leistungen bzw. Produkte und die unteren Organisationsarbeiten. Zum operativen Geschäft gehört auch die Führung einzelner Mitarbeiter. Verantwortlich ist das operative Management – die Führungskräfte der unteren Hierarchieebenen wie z.B. Sachgebietsleiter.

Als taktisch werden die mittelfristigen Aktivitäten und Abläufe im Unternehmen bezeichnet. Sie sind weniger detailliert und meist für einen größeren Teil des Unternehmens gültig als die Aktivitäten des operativen Geschäfts. Im Mittelpunkt der taktischen Planungen stehen beispielsweise einzelne Abteilungen oder Produktgruppen. Für die taktische Planung trägt die mittlere Hierarchieebene die Verantwortung. Finanzwirtschaftlich spiegelt sich die taktische Planung in der mittelfristigen Finanzplanung.

Das strategische Geschäft beschäftigt sich mit den langfristigen Zielen des Betriebs. Anders ausgedrückt: Ein strategisches Geschäft ist immer eine unternehmerische Transaktion mit langfristigen Auswirkungen für die Firma. Ein strategisches Geschäft ist beispielsweise der Verkauf von Geschäftsgebäuden oder auch das Eingehen von Kooperationen. Die Zielvorgaben sind hier oft zunächst wenig konkret und haben einen weiten Aktionsradius. Geprägt werden die Zielvorgaben häufig von Leitbildern des Unternehmens. Die Verantwortung trägt hier für gewöhnlich die Verwaltungsspitze des Betriebs.

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