Großraumbüro Abstandsregeln

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Großraumbüro nach AHA-Abstandsregeln einrichten

Noch ist kein Ende der Corona-Beschränkungen in Sicht. Die Statistiken sprechen im Herbst 2020 eine deutliche Sprache, aktuell steigt die Zahl der Neu-Infizierten aufgrund der vielen Reiserückkehrer aus Urlaubsländern wieder auf ein Hoch, welches zuletzt im Frühjahr erreicht wurde. Dennoch sind viele Unternehmer mittlerweile von Kurzarbeit und Homeoffice nicht mehr begeistert, denn diese Maßnahmen wirken sich deutlich auf das Firmenbudget aus. Das Interesse ist groß, die eigenen Büroräume so umzugestalten, dass wieder mehr Mitarbeiter jeden Tag in Vollzeit im Büro arbeiten können. Dabei wird in jedem Fall ein besonderes Hygienekonzept im Unternehmen benötigt, welches in den meisten Fällen auch das Tragen von Alltagsmasken beinhaltet. In diesem Artikel erläutern wir, welche Regeln jetzt in Großraumbüros gelten und wie ein möglicher Arbeitstag im Großraumbüro aussehen kann.

Geschäftsmann mit Maske in Corona-Zeiten ; Bild von pixabay.com von valentin_b90, ID 5327636
Bild von pixabay.com von valentin_b90, ID 5327636

Das Hygienekonzept

Die Anzahl der Menschen, die sich gleichzeitig in einem geschlossenen Raum aufhalten dürfen, ist gemessen an den Quadratmetern stark begrenzt. Es soll während der Arbeitszeit gewährleistet sein, dass der Mindestabstand von 1,50 Metern ständig eingehalten werden kann. Das gilt für Büroarbeitsplätze ebenso wie für den Kundenverkehr als auch für das Mittagessen in der Kantine. Während des Essens und Trinkens kann dabei in der Regel auf das Tragen von Alltagsmasken verzichtet werden, warum in einigen öffentlichen Institutionen bei Meetings nun vermehrt Getränke gereicht werden.

Außerdem ist es hilfreich, Stationen zum Hände desinfizieren an mehreren Standorten im Büro einzurichten. Am besten ist es, auch gleich einen Papierhandtuchspender aufzustellen, der das gründliche Reinigen von Türklinken oder gemeinsam genutzten Geräten der Bürokommunikation ermöglicht. Dazu zahlen Telefone ebenso wie Kopierer oder Tastaturen. Besonders strenge Vorgaben zu Schutz- und Hygienekonzepten gibt es in Bayern, von dort aus hatte sich das gefährliche Virus Anfang des Jahres über die gesamte Bundesrepublik ausgebreitet. Zum Hygienekonzept im Großraumbüro gehört es aber ebenso, sich die Gesundheit der vor Ort arbeitenden Angestellten bestätigen zu lassen und Vorkehrungen zu treffen, wie sich der Einzelne zu verhalten hat, wenn bei ihm Symptome auftreten, die einer Covid-19-Erkrankung zugeordnet werden können.

10 ganz praktische Tipps fürs Großraumbüro in der Pandemie

Hier einige Hilfen, Tipps und Kniffe mit denen Sie das Arbeiten Ihrer Mitarbeiter im Großraumbüro direkt und ganz praktisch unterstützen können:

  1. Sorgen Sie für Abstand. Helfen können auch geänderte Arbeitszeitregelungen oder Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten und Homeoffice.
  2. Erklären Sie Ihren Mitarbeiter Ihre Regeln für die Arbeit im Großraumbüro in Corona-Zeiten. Achten Sie dabei auf sprachliche Hürden und Barrieren.
  3. Stellen Sie Desinfektionsspender auf. Ein netter Zug könnte es sein, den Mitarbeitern ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel auf den Tisch zu stellen.
  4. Lassen Sie Geschirrspüler und Waschmaschinen mit hohen Temperaturen (mindestens 60 Grad, eher 70 Grad) laufen.
  5. Stellen Sie Räume frei und nutzen Sie diese als Büros.
  6. Dokumentieren Sie Anwesenheiten von Mitarbeitern unter Einhaltung von Datenschutz und Arbeitsrecht. So können Sie im Ernstfall ziel genau die Mitarbeiter identifizieren die an einem Tag Kontakt gehabt haben könnten und müssen im Krankheitsfall nicht den ganzen Betrieb schließen.
  7. Hängen Sie Regeln zur guten Handhygiene in den Toiletten auf.
  8. Lassen Sie den Betrieb öfter reinigen und Kontaktflächen dabei desinfizieren.
  9. Haben Sie ein offenes Ohr für Anliegen Ihrer Mitarbeiter. Kommunizieren Sie dies und schaffen Sie vertrauen.
  10. Überdenken Sie Ihre Prozesse zu Krankmeldung etc. Einfachere Regeln können dazu führen, dass Menschen zuhause bleiben denen es nicht gut geht und schaffen zusätzliche Sicherheit.

Was viele vergessen, gute Chefs aber immer im Kopf haben sollten: Ihre Mitarbeiter sind ihr wichtigstes Gut! Sie halten den Betrieb und die Unternehmung am Laufen. Sorgen Sie dafür, dass es ihnen gut geht. Sorgen Sie dafür das sie sicher sind und mit gutem Gefühl zur Arbeit gehen können und geben Sie halt!

Das Großraumbüro so einrichten, das ein effizientes Arbeiten wieder möglich wird

Je nach gewünschter Mitarbeiterzahl im Büro kann es nötig werden, das Büro anders einzurichten. Der Mindestabstand zwischen den einzelnen Büroarbeitsplätzen lässt sich nicht immer einhalten. Damit trotzdem an jedem Schreibtisch gearbeitet werden kann, können zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen zum Beispiel lichtdurchlässige Trennwände aus Plexiglas aufgestellt werden. Ventilatoren können ungünstig sein, denn durch die höhere Luftzirkulation gelangen Krankheitserreger schneller in jeden Bereich des Büros. Besser geeignet sind Klimaanlagen, diese gibt es mittlerweile mit Spezialfiltern, die gegen Viren und Bakterien in der Raumluft wirksam sind. Damit Ihre Angestellten sich nicht über Luftmangel beklagen, können Sie auf Firmenkosten Schutzschilde für das Gesicht besorgen. Diese schützen auch den Bereich der Augen, welcher ebenfalls als Einfallstor für Coronaviren gilt. Zwar lassen diese durchsichtigen Visiere im Vergleich zu Stoff- oder Papiermasken für Mund und Nase mehr Aerosole durch, dafür schützen sie bei geringem Abstand im persönlichen Gespräch vor einer Tröpfcheninfektion. Am besten ist eine Kombination aus Atemschutzmaske und Visier geeignet, auch eine Schutzbrille bringt nach neuesten Erkenntnissen der Forschung aber einen größeren Schutz gegen eine Infektion mit dem aggressiven, chinesischen Erreger.

Meetings und andere Veranstaltungen im Großraumbüro zu Corona-Zeiten

Bei der Umgestaltung des Büros und dem neuen Hygienekonzept geht es nicht darum, den Betrieb in der Firma wieder auf das Niveau wie vor der Pandemie hochzufahren. Gerade im Management-Bereich kann es auch nach der Wiedereröffnung der Filiale zu Einschränkungen kommen. Primäres Ziel ist es in den meisten Unternehmen, ein Arbeiten auf einem Niveau sicherzustellen, welches eine positive Unternehmensbilanz ermöglicht und vor weiteren finanziellen Ausfällen schützt. Vor allem die Hotel- und Gastronomiebranche leidet sehr unter den von der Regierung vorgeschriebenen Maßnahmen, um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. Viele kleine Firmen stehen vor dem Konkurs und wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich wieder einen normalen Bürobetrieb bewerkstelligen zu können. Die Investition in einen Umbau der Büroräume kann sich dahin gehend lohnen, dass wieder mehr Kapazitäten ausgelastet und Mitarbeiter auf einem gewinnorientierten Niveau im Büro beschäftigt werden können. Meetings können weiterhin online abgehalten werden, sodass es für derartige Sonderfälle nicht zu weiteren Ausgaben kommt, die das Firmenbudget unnötig belasten.

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