ROPO-Strategie

Research Online, Purchase Offline

Der Online-Handel nimmt weiterhin zu, immer häufiger besuchen Kunden einen Onlineshop statt den Einzelhandel in ihrer Region. Dennoch haben Ladengeschäfte immer noch Ihre Daseinsberechtigung – zum einen, weil Kunden auch einfach mal gerne shoppen gehen, zum anderen, weil Kunden bestimmte Produkte gerne in Augenschein nehmen, bevor Sie sich für einen Kauf entscheiden. Wer also ein stationäres Geschäft hat, sollte sich auf jeden Fall über eine passende ROPO-Strategie Gedanken machen.

ROPO steht bekanntlich für Research Online, Purchase Offline. Gemeint ist damit, dass Kunden sich im Vorfeld online informieren und dann anschließend offline, also vor Ort im Geschäft, kaufen. Das bedeutet, Betreiber von stationären Geschäften sollten online ausreichend präsent sein und ausreichend Informationen bieten, um potentielle Kunden online zuerst zu erreichen und sie dann im zweiten Schritt vom eigenen Angebot zu überzeugen.

Onlinepräsenz als erster Schritt der ROPO-Strategie

Präsenz im Internet bedeutet nicht, einfach eine Webseite online zu schalten und darauf zu warten, bis ein potentieller Kunde darüber stolpert. Onlinepräsenz bedeutet, bei entsprechenden Suchanfragen gefunden zu werden und bezogen auf ROPO heißt es, bei den passenden Suchanfragen aus der Region gefunden zu werden. Lokales SEO ist hier ein Hilfsmittel, um ans Ziel zu kommen.

Lokale Suchmaschinenoptimierung fängt natürlich auf der eigenen Seite an. Wichtig ist es dabei, nicht nur auf den Ort, in dem sich das Geschäft befindet zu optimieren, sondern auch die Orte aus der näheren Umgebung einzubeziehen und dafür entsprechende Landingpages auf der eigenen Webseite anzulegen. So macht es beispielsweise das Möbelhaus Möbel Heinrich. Eine Filiale befindet sich in Bad Nenndorf, es gibt aber auch Landingpages, die auf „Möbel Hannover“ optimiert sind. So werden auch Kunden aus Hannover auf das Möbelhaus aufmerksam.

Relevante Bestandteile des lokalen SEO sind weiterhin Branchenverzeichnisse und natürlich Google Maps. Wichtig ist, dass die Standortdaten in sämtlichen Verzeichnissen und bei Google übereinstimmen – und insbesondere bei Google immer aktuell gehalten werden sowie möglichst ausführliche Informationen hinterlegt werden. Wer nicht sämtliche Branchenverzeichnisse einzeln bespielen möchte, kann auf Tools wie Omnea und Uberall zurückgreifen. Hier legt man den Standort einmal an und das jeweilige Tool sorgt dafür, dass es in die unterschiedlichen Verzeichnisse eingetragen wird. Lokale Zeitungen und Magazine sind weitere Möglichkeiten, um online regionale Präsenz zu erhalten, indem man dort passende Artikel platziert. Und last, but not least können entsprechende AdWords-Anzeigen geschaltet werden.

Den Kunden überzeugen – zweiter Schritt der ROPO-Strategie

„Research“ bedeutet auf Deutsch erforschen oder recherchieren. Das heißt der potentielle Kunde ist auf der Suche nach konkreten Informationen und sollte diese spätestens auf der Webseite erhalten. Diese Informationen fangen bei Adresse und Öffnungszeiten an. Hier gilt es vor allem darum, die Feiertage zu berücksichtigen, da diese nicht in allen Bundesländern gleich ausfallen und Kunden solche Gelegenheiten gerne zu Shoppen nutzen.

Weiterhin gilt es die USPs deutlich zu kommunizieren, auf Aktionen und Events aufmerksam zu machen und natürlich über das Sortiment zu informieren. Bei den Produktinformationen sollte neben einer ausführlichen Beschreibung und dem Preis die Verfügbarkeit kommuniziert werden, denn es gibt nichts enttäuschenderes als einen längeren Anfahrtsweg auf sich zu nehmen und dann zu erfahren, dass besagtes Produkt nicht mehr vorrätig ist. Wenn wir hier wieder das Beispiel Möbel Heinrich anschauen. Hier ist die Verfügbarkeit für jede Filiale angegeben – und zwar immer bezogen auf die Ausstellung und auf das Lager.

Siehe ergänzend: Kommunikationspolitik Marketing, Marktvolumen berechnen, Preispolitik Marketing