Firmennachfolge

Firmennachfolge, Unternehmensnachfolge im UnternehmerlexikonDer Begriff Firmennachfolge fasst die Übergabe eines Unternehmens an einen neuen Chef zusammen. In der Regel handelt es sich um eine alters- oder krankheitsbedingte Nachfolge, die familienintern oder extern ausgerichtet sein kann. Aufgrund der personellen und finanziellen Fragen, welche vor der Nachfolge zu klären sind, handelt es sich um einen heiklen Punkt der Historie jedes Unternehmens.

Aspekte der Unternehmensnachfolge

Eine klassische Firmennachfolge stellt zunächst die personellen Fragen in den Mittelpunkt. Welche Personen kommen infrage, um die Geschäfte weiterzuführen? Verfügen sie über die notwendigen Kompetenzen, um die Firma sicher in die Zukunft geleiten zu können? Sollte ihre Arbeit von weiteren Kräften unterstützt werden? Wird ein möglicher Nachfolger präsentiert, sollte dieser zuvor in den Betrieb eingearbeitet werden. In der Geschichte der Unternehmensnachfolge erwies sich dies als gute Möglichkeit, um die Akzeptanz in der Belegschaft zu steigern. Welche Kompetenzen genau erforderlich sind, wird auf der Seite tech-corporatefinance.de noch einmal erläutert. Sollte es nicht gelingen, die Führungsrolle der geschiedenen Person auszufüllen, so kann sich dies hemmend auf das gesamte Klima im Unternehmen auswirken. Daher ist es von elementarer Bedeutung, dieser Personalfrage eine große Bedeutung beizumessen und eine gut fundierte Entscheidung zu treffen.

Verkauf und Nachfolge

Die Auswahl geeigneter Nachfolger gestaltet sich oft schwieriger, wenn keine Mitglieder der eigenen Familie infrage kommen (zur Nachfolge innerhalb der Familie hier ein interessantes Interview der Zeit). Für diesen Fall ist zunächst die Identifikation der Kandidaten mit der Struktur des Unternehmens von Bedeutung. Um zu erkennen, ob ein Bewerber für die Idee infrage kommt, muss dieser möglichst frühzeitig in die wichtigen Tagungen und Meetings einbezogen werden. Da häufig vertrauliche Daten besprochen werden, ist im Vorfeld die schriftliche Bestätigung von Bedeutung, um sich gegen einen eventuellen Missbrauch der Daten absichern zu können.
Sollte keine gemeinsame Basis zu den Bewerbern aufgebaut werden können, so muss eventuell der Verkauf des Unternehmens in Betracht gezogen werden. Da es in der Folge für die ehemalige Führungsriege gänzlich unmöglich ist, weiter Einfluss auf die Geschicke zu nehmen, wird dieser Schritt eher selten in seiner ganzen Konsequenz in Betracht gezogen.

Finanzielle Grundlagen der Firmennachfolge

Neben den personellen Entscheidungen sind es aber finanzielle Fragen, die bei der Firmennachfolge zu klären sind. Handelt es sich um eine klassische Vererbung des Unternehmens, so muss je nach Größe auf Erbschaftssteuer gezahlt werden. Hier ist es in jedem Fall zu empfehlen, einen Steuerberater hinzuzuziehen, der einen Blick auf die Sachlage wirft. Unter Umständen ist es dadurch möglich, die steuerliche Last erheblich zu reduzieren und den Weg des Unternehmens in die Zukunft zu ebnen.
Weiterhin ist es wichtig, neuen Führungskräften möglichst früh einen Einblick in die aktuellen Finanzen (siehe auch Artikel Buchhaltung) zu gewähren. Nur so können Entscheidungen gemeinsam von alter und neuer Führungsriege getroffen werden, was die Zahl der Reibungspunkte reduziert und eine für alle Seiten zufriedenstellende Entscheidung noch einfacher macht.

Brisant ist das Thema Firmennachfolge vor allem bei kleinen und mittelständischen Firmen, welche noch als klassischer Familienbetrieb geführt werden. Ein Wechsel des an der Spitze stehenden Chefs bedeutet in vielen Fällen auch einen Generationswechsel, der sich nicht immer reibungslos bewältigen lässt. Der Begriff schließt jedoch auch Wechsel in den Chefetagen von großen Konzernen mit ein, wodurch sich davon nicht allein ableiten lässt, welcher Bezugspunkt nun in den Fokus rückt.

Die wesentliche Kommunikation

Ist der Führungswechsel erst einmal vollzogen, so neigen die neu eingesetzten Führungskräfte eher dazu, die Strategie der Firma zu überdenken. Während die verkrusteten Strukturen von den ehemaligen Chefs häufig über Jahre hinweg nicht angetastet werden und die zukünftigen Entscheidungen auf diese Art eingeschränkt sein könnten. Experten weisen seit Jahren auf die transparente Kommunikation hin, welche beim Prozess der Nachfolge von elementarer Bedeutung ist. Erst daraus ergibt sich die Gelegenheit, eine sichere Grundlage für die Übergabe der Firma zu schaffen und die Strategien nach den Vorstellungen zu verändern. Je dynamischer eine Branche in diesem Rahmen ist, desto elementarer bleibt die richtige Ausrichtung nach den aktuellen Bedürfnissen der Verbraucher in der individuellen Zielgruppe.

Fazit

Die Vielseitigkeit der Firmennachfolge macht sie zu einer so schwierigen Angelegenheit. Denkt ein Unternehmer in den kommenden Jahren über den Ruhestand nach, sollten mögliche Schritte möglichst früh erwogen werden. So bleibt genügend Zeit verfügbar, um eine geeignete Entscheidung zu fällen, welche auch den persönlichen Interessen nicht entgegensteht. Externe Hilfe kann die richtige Entscheidung sein, um auch die finanziellen Tücken des Prozesses zu meistern und das Unternehmen gut für die Zukunft aufzustellen.

Unser Tipp: Sprechen Sie mal die örtliche IHK an. Hier gibt es oft gezielte Informationen zum Thema Unternehmensnachfolge (siehe z.B. IHK Krefeld).